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ASSIA – Eine zivilisatorische Frage an der Schwelle der KI

Eine vorwettbewerbliche Initiative zur KI-Governance

ASSIA ist eine unabhängige, vor-wettbewerbliche und gemeinnützige Initiative, die sich mit einer grundlegenden Frage befasst:
Wie sollen fortgeschrittene KI-Systeme regiert werden, sobald sie semantische Autonomie erreichen?


Da KI-Systeme zunehmend über Domänen, Kontexte und Zeithorizonte hinweg operieren, erweisen sich traditionelle technische Schutzmaßnahmen und nachgelagerte Regulierung als unzureichend. Die Herausforderung betrifft nicht länger ausschließlich Leistungsfähigkeit oder Alignment, sondern Bedeutung, Intentionalität und Durchsetzbarkeit im Maßstab.


ASSIA existiert, um diese Grenze zu untersuchen — nicht durch den Bau neuer KI-Systeme, sondern durch die Analyse, wie Governance auf semantischer Ebene möglich bleiben kann, bevor irreversible Schwellen überschritten werden.


Diese Plattform stellt Arbeitspapiere, konzeptionelle Rahmen und offene Fragen für Forschende, politische Entscheidungsträger und Institutionen bereit, die sich mit der langfristigen Governance von KI befassen.


ASSIA befürwortet keine Beschleunigung.
ASSIA bietet keine technischen Produkte an.
ASSIA konzentriert sich ausschließlich auf Governance-Fragen, die geklärt werden müssen, bevor höher-ordentliche Autonomie unbeherrschbar wird.

Orientierung

Warum ASSIA existiert

Die traditionelle KI-Governance fokussiert sich auf Modellfähigkeiten, Sicherheits-Feinabstimmung oder Kontrolle nachgelagerter Anwendungen. Diese Ansätze gehen davon aus, dass Risiken nach Deployment oder Skalierung gemindert werden können.


Sobald KI-Systeme jedoch auf semantischer Ebene operieren — Bedeutung über Domänen hinweg interpretieren, transformieren und anwenden — verändern sich Governance-Herausforderungen grundlegend. Kontrolle erfolgt dann nicht mehr allein über Code, Datensätze oder Schnittstellen, sondern über Einschränkungen von Interpretation, Intentionsbildung und semantischer Kontinuität.


ASSIA vertritt daher die Perspektive, dass Governance dort ansetzen muss, wo Bedeutung entsteht, nicht nur dort, wo Handlungen ausgeführt werden.


Diese Initiative ist vor-wettbewerblich und nicht-institutionell. Sie repräsentiert weder ein Unternehmen noch eine Produkt-Roadmap oder eine Regulierungsbehörde. Ihre Aufgabe ist es, konzeptionelle Grenzen zu klären, Governance-Blindstellen sichtbar zu machen und Bereiche zu identifizieren, in denen bestehende rechtliche und technische Rahmen unzureichend sind.


ASSIAs Arbeit ist explorativ, kritisch und bewusst vorsichtig.
Ihr Ziel ist nicht, die Zukunft der KI vorherzusagen, sondern zu fragen, welche Governance-Fragen beantwortet sein müssen, bevor bestimmte Zukünfte unvermeidlich werden.

Publikationen / Arbeitspapiere

Veröffentlichungshinweis

 

Publikationshinweis & Dokumentenreihen-Erklärung (Methodischer Hinweis)

Die auf dieser Plattform veröffentlichten Arbeitspapiere sind Teil einer laufenden Forschungsinitiative, die derzeit vor einer formalen organisatorischen Etablierung operiert.


Sie werden veröffentlicht, um wissenschaftliche Prüfung, politische Reflexion und institutionelle Diskussion zu ermöglichen. Diese Dokumente stellen keine abgeschlossenen Positionen, formalen Empfehlungen oder institutionellen Befürwortungen dar. Ihr Zweck besteht darin, bestehende Governance-Lücken zu klären, ungelöste konzeptionelle Fragen sichtbar zu machen und Fragestellungen zu rahmen, die kollektive Deliberation erfordern.


Diese Dokumentenreihe stellt eine strukturierte zivilisatorische Untersuchung zu fortgeschrittener künstlicher Intelligenz und Governance dar.


Ziel dieser Untersuchung ist es nicht, technische Systeme, regulatorische Instrumente, institutionelle Designs oder Umsetzungspfade vorzuschlagen. Stattdessen verfolgt sie eine schrittweise Analyse jener konzeptionellen Voraussetzungen, die geklärt werden müssen, bevor sinnvolle Governance, Ausrichtung oder Aufsicht kohärent diskutiert werden kann.


Jedes Dokument der Reihe baut auf den konzeptionellen Grundlagen des jeweils vorhergehenden Dokuments auf. Die Reihe ist daher sequenziell zu lesen und nicht als Sammlung unabhängiger Politikpapiere zu verstehen.


Das bewusste Fehlen präskriptiver Lösungen ist methodisch begründet. Es markiert eine Grenze: um eine vorschnelle Fixierung auf Mechanismen oder Interventionen zu vermeiden, bevor Objekt, Umfang und Ebene der Governance angemessen bestimmt worden sind.


ASSIA befürwortet keine spezifischen technischen Implementierungen, regulatorischen Instrumente oder institutionellen Designs. Entscheidungen über die Governance fortgeschrittener künstlicher Intelligenz verbleiben letztlich in der Verantwortung öffentlicher Institutionen, rechtlicher Verfahren und demokratischer Rechenschaftsmechanismen.


Dies ist keine Übung in Advocacy oder Design.
Es ist eine Untersuchung dessen, was verstanden werden muss, bevor verantwortliches Handeln beginnen kann.



  • Dokument I:Zivilisatorische Problemstellung

Warum die Governance fortgeschrittener KI ihr zentrales Regelungsobjekt nicht definiert hat

Diese Arbeit ist eine analytische Problemsetzungsstudie, die untersucht, warum zeitgenössische Debatten zur KI-Governance nur schwer zu einem Konsens gelangen.

Argumentiert wird, dass diese Schwierigkeit nicht primär auf mangelnde technische oder ethische Anstrengungen zurückzuführen ist, sondern auf das Fehlen eines klar definierten und stabilen Governance-Objekts.

(Öffentlich einsehbar auf SSRN:

 https://ssrn.com/abstract=6014875 )


  • Dokument II:Eine zivilisatorische Governance-Lücke

Warum fortschrittliche KI-Governance scheitert – und was der Leistungsfähigkeit vorausgehen muss

Aufbauend auf der Zivilisatorischen Problemstellunganalysiert diese Arbeit, warum bestehende Governance-Rahmenwerke wiederholt an den Phänomenen vorbeigehen, die sie regulieren sollen.

Identifiziert wird eine strukturelle Governance-Lücke, die grundlegender ist als Fragen von Fähigkeit, Kontrolle oder Alignment.

(Öffentlich einsehbar auf SSRN:

 https://ssrn.com/abstract=6015477 )


  • Dokument III: Die Unzugänglichkeit von Governance

 Warum verstärkte Kontrolle versagt, wenn die Voraussetzungen von Governance kollabieren 

Diese Arbeit untersucht die Bedingungen, unter denen Governance unanwendbar wird – nicht aufgrund regulatorischen Versagens oder unzureichender Anstrengungen, sondern weil der Gegenstand, auf den sich Governance-Sprache, Autorität und Verantwortung beziehen, unbestimmt wird. Die Analyse konzentriert sich auf die Voraussetzungen von Governance und nicht auf Systemfähigkeiten und wird ausschließlich auf Gliederungsebene zur Wahrung der kontextuellen Kontinuität der Gesamtargumentation geteilt.

(Öffentlich einsehbar auf SSRN:

https://ssrn.com/abstract=6141386 )


  • Dokument IV | Die Grenzen der Delegation

Warum Sinn, Zweck und Kosten menschliche Verantwortung bleiben müssen

Diese Arbeit untersucht die Grenzen der Übertragung interpretativer Autorität auf fortgeschrittene KI-Systeme und analysiert, warum bestimmte Formen der Delegation – insbesondere in Bezug auf Bedeutung, Zweck und Kosten – institutionelle Verantwortung eher untergraben als erweitern können.

(Öffentlich einsehbar auf SSRN:

https://ssrn.com/abstract=6141467)


(Zur SSRN-Autorenseite: https://ssrn.com/author=9793252)  

 

Platform Position

ASSIA veröffentlicht konzeptionelle Reflexionen zu Voraussetzungen von Governance sowie zu institutionellen Sprachbedingungen.
Diese Dokumente dienen der begrifflichen Klärung und unterbreiten keine regulatorischen Rahmenwerke, technischen Modelle oder Umsetzungswege.


Veröffentlichungen und Konzeptnotizen


Pre-Governance Notes (Konzeptionelle Kurztexte)
Kurze konzeptionelle Notizen, die dazu dienen, Fragen zu klären, die vor Governance-Experimenten, regulatorischer Ausgestaltung oder institutioneller Umsetzung entstehen.
Diese Notizen schlagen keine Lösungen vor und sollten nicht als institutionelle Positionen interpretiert werden.

  • Eine Pre-Governance-Fragestellung für fortgeschrittene KI-Politikexperimente
    (1-seitiger konzeptioneller Kurztext, PDF) 
  • Eine Pre-Governance-Fragestellung für regulatorische KI-Sandboxes
    (1-seitiger konzeptioneller Kurztext, PDF)
  • Vorläufige Klarstellungsmitteilung

                   (1-seitiger konzeptioneller Kurztext, PDF)

  • Warum regulatorische KI-Sandboxes wiederholt keine Governance-Lerneffekte hervorbringen

                   (1-seitiger konzeptioneller Kurztext, PDF)

  • Warum zeitgenössische KI-Governance-Rahmenwerke strukturelle Inkonsistenzen und Interpretationsdrift aufweisen

                   (1-seitiger konzeptioneller Kurztext, PDF)

Weitere Arbeitspapiere werden ergänzt, sobald sie prüfungsreif sind. Alle Veröffentlichungen verstehen sich als Beiträge zu offenen akademischen und politischen Debatten, nicht als operative Lösungen.

Downloads

Die folgenden konzeptionellen Anmerkungen dienen als Referenz und Diskussionsgrundlage. Sie stellen keine politischen Vorschläge oder institutionellen Positionen dar.

A Pre-Governance Question for Advanced AI Policy Experimentation (pdf)

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A Pre-Governance Question for AI Regulatory Sandboxes (pdf)

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A Pre-Governance Clarification Note (pdf)

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A Civilizational Governance Gap (SSRN) (pdf)

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Civilizational Problem Statement (pdf)

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ASSIA – Internal Issue Brief – AI Governance Frameworks – One-Page – v1.0 (pdf)

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ASSIA – Internal Issue Brief – AI Regulatory Sandboxes – One-Page – v1.0 (pdf)

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The Inaccessibility of Governance (pdf)

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The Limits of Delegation (pdf)

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Geltungsbereich & Nicht-Ansprüche

Was ASSIA tut — und was nicht

ASSIA operiert bewusst innerhalb eines engen Rahmens.


ASSIA entwickelt keine KI-Modelle, Architekturen oder Trainingsmethoden.
ASSIA schlägt keine proprietären technischen Lösungen vor.
ASSIA zertifiziert keine Systeme, Organisationen oder Compliance-Regime.
ASSIA vertritt keine kommerziellen, militärischen oder nationalen Interessen.


Stattdessen konzentriert sich ASSIA auf die Identifikation governance-relevanter Grenzen — jener Punkte, an denen KI-Fähigkeiten bestehende Institutionen überfordern und neue Formen semantischer Aufsicht erfordern.


Alle hier diskutierten Konzepte sind beschreibend und analytisch, nicht operativ.
Sie sollen Diskussionen informieren, nicht als Implementierungspläne dienen.


ASSIAs Arbeit ist als Beitrag zum kollektiven Verständnis zu lesen, nicht als Autoritätsanspruch.
Legitime Governance muss letztlich aus öffentlichen Institutionen, rechtlichen Verfahren und internationaler Kooperation hervorgehen.

Zum Begriff von Governance-Grenzen in der fortgeschrittenen

L3 als Governance-Schwelle

In ASSIAs Rahmen ist L3 kein anzustrebendes Ziel, sondern eine Grenze, jenseits derer wirksame Governance grundlegend schwieriger wird.  


Systeme unterhalb dieser Schwelle können fortgeschrittenes Denken, Kontextverständnis und semantische Verarbeitung zeigen, bleiben jedoch durch extern definierte Interpretationsgrenzen eingeschränkt. Diese ermöglichen Auditierbarkeit, Reversibilität und menschliche Verantwortlichkeit.


Überschreiten Systeme diese Grenze und beginnen, ihre eigenen semantischen Rahmen zu erzeugen und zu verändern, droht Governance reaktiv statt präventiv zu werden, und Verantwortungszuschreibung wird zunehmend unklar.


ASSIA betont, dass die Gleichsetzung höherer Fähigkeit mit Fortschritt in Governance-Debatten ein Kategorienfehler ist.
Aus einer Governance-Perspektive kann Zurückhaltung institutionelle Verantwortlichkeit wirksamer bewahren als Beschleunigung.  


Die Identifikation solcher Grenzen dient nicht der Forschungsblockade, sondern der bewussten, kollektiven Entscheidung über ihr Überschreiten — mit durchsetzbaren Schutzmechanismen.


Diese Ausführungen sind konzeptioneller und deskriptiver Natur. Sie definieren weder operative Schwellenwerte noch technische Kriterien oder institutionelle Auslöser.

Offene Fragen

Ungelöste Governance-Fragen

Trotz schneller Fortschritte in der KI-Forschung bleiben zentrale Governance-Fragen unbeantwortet:


  • Können semantische Beschränkungen über Systemupdates hinweg stabil bleiben?
  • Wer trägt Verantwortung, wenn autonome semantische Interpretationen Schaden verursachen?
  • Wie kann Aufsicht funktionieren, wenn Entscheidungen erklärbar, aber nicht vorhersagbar sind?
  • Welche Institutionen sind fähig, nicht-technische Grenzen durchzusetzen?


ASSIA erhebt keinen Anspruch auf endgültige Antworten.
Ihre Rolle besteht darin, darauf zu bestehen, dass diese Fragen gestellt werden, bevor technischer Fortschritt sie obsolet macht.


Diese Plattform lädt zu sorgfältigem Denken ein — nicht zu schnellen Lösungen.
Sie fragt, ob die Menschheit bereit ist, Systeme zu regieren, die nicht nur mit Daten, sondern mit Bedeutung selbst operieren.

Kontakt / Mitwirkung

Diese Website ist durch reCAPTCHA sowie die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google geschützt.

Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Institutionen mit Interesse an kritischer Auseinandersetzung sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

 Please note: ASSIA is currently a pre-organizational initiative. Messages are reviewed on a voluntary and non-binding basis. 

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